Der Frühling 2007 ist bedingt durch die Wärme sehr kurz. Die Bäume blühten fast gleichzeitig und durch die Trockenheit bildeten die Blüten wenig Nektar. Im Moment (April/Mai) steht der Raps und die Robinien im Rheintal in voller Blüte. Die Bienen befliegen sie aber kaum.
Dafür haben sie an Tannen einen reichlich gedekten Tisch gefunden. Eine in Amerika beheimatete Tannenlaus hat sich innerhalb von kurzer Zeit bundesweit verbreitet. Sie ist 5mm groß und produziert reichlich süßen Saft. Daraus machen die Bienen zur Zeit Tannenhonig. Ohne Bienen und Wildbienen verkleben die Tannen und es verbreiten sich Rußpilze.
Spritzen Sie auf keinen Fall die Tannen mit Gift! Das würde die Bienen und Wildbienen töten. Hier in Europa haben die Läuse natürliche Bekämpfer. Unsere Wespen, Spinnen und Marienkäfer leisten momentan Schwerstarbeit. Die Larven der Marienkäfer sind so gut genährt wie noch nie. Es wird ein Jahr der Marienkäfer die sich prächtig entwickeln. Die ersten Marienkäfer der diesjährigen Saison haben sich schon verpuppt und sind überdurchschnittlich groß. Bei einigen 2 Punktmarienkäfern ist eine leuchtend orangene Farbe neben der Größe auffällig.
Sollten die Läuse stören, dann spritzen Sie sie einfach mit Wasser von den Tannen. Das schont unsere einheimischen Insekten und vergiftet nicht noch ihren Garten. Wenn der nächste Winter kalt wird, werden sie stark dezimiert. Bis dahin lassen Sie unseren Insekten die Freude aus den Vollen zu schöpfen.
Soviele Blüten bildet ein Kirschbaum der immer genügend Bienen zur Verfügung hat. Ein Baum weiß aus der Erfahrung des Vorjahres, ob eine Chance auf Bestäubung besteht. Pflanzen verschwenden keine Kraft für unnütze Blüten.
Endlich Frühling! 2006
Die ersten Frühlingsbilder. Heute haben meine Bienen seit November bereits zum 4. Mal die Möglichkeit ihren Stock zu verlassen. In kälteren Gegenden haben viele Völker seit der Einwinterung noch nicht einmal den Stock verlassen können.
Kaum etwas Sonne und ein paar Grad warm, schon haben die ersten Blüten Bienenbesuch.