2006
Die Imkerei in Deutschland hat mit manigfaltigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Seit einigen Jahren ist eine erhöhte Sterblichkeit bei den Bienen zu beobachten. Daraus resultierend fällt es den Imkern finanziell immer schwerer, eine ausreichende Anzahl von Bienenvölker zu unterhalten. Ausgelöst wird das Bienensterben von vielen Faktoren.
Man kann schlecht sagen was die Bienen am meisten schädigt, es ist die Summe aller Umstände die zusammen unsere Völker vernichtet. Egal ob Pflanzenschutzmittel die Bienen schädigen und der Mangel an Blumen Pollenmangel verursacht, die Imker sind bald am Ende. Mit den Bienen verschwinden dann auch die Imker. Imker ist ein aussterbender Beruf.
Imkersterben bedeutet für die Gesellschaft das Wissen und Kenntnisse unwiederbringlich verlorengehen. Wenn das Imkersterben nicht gestoppt wird, dann sind bald die Folgen sichtbar. Schlechte Obst und Beerenernten werden dann zur Normalität werden.
2005
Es gibt klare Anzeichen für ein erneutes Bienensterben. Das Bienenjahr 2005/2006 hat bereits zu unerklärlichen Völkerverlusten geführt. In Belgien wird auf politischer Ebene nach Lösungen gesucht. Bei uns in Deutschland vermisse ich konstruktives Engagement der Parteien anstelle von Lippenbekenntnissen. Im Frühjahr bei der Auswinterung werden wir den genauen Umfang der Verluste sehen. Aus Spanien wurden bereits Verluste um die 40% gemeldet und das zu Beginn der Einwinterung.
Ecolo Ostbelgien
Zitat aus: ZWEITER BERICHT DER KOMMISSION AN DEN RAT
UND DAS EUROPÄISCHE PARLAMENT europa.eu
Der Sektor verweist insbesondere auf folgende Aspekte: Die europäischen Bienenzüchter sind generell der Auffassung, dass die Ziele der Verordnung (EG) Nr. 1221/97 nicht ausreichen, um die Rentabilität der Imkereibetriebe und die Lebensfähigkeit der europäischen Berufsimkerei zu gewährleisten. Die Produktionskosten steigen, da die europäische Bienenzucht unter immer schwerer zu behandelnden Bienenkrankheiten (Resistenz gegen die wenigen zugelassenen Wirkstoffe) leidet. Außerdem sind die Bienenbestände durch Vergiftungen mit bestimmten Pflanzenschutzmitteln in mehreren Ländern der Europäischen Union so stark dezimiert worden, dass die Wiederauffüllung sehr schwierig und mit hohen Kosten verbunden ist. Die Folge sind Produktivitätsverluste. Zitat Ende
Frankreich hat reagiert und seine Bienen durch das Verbot von bestimmten Pflanzenschutzmitteln geschützt. Laut einer amerikanischen Untersuchung stehen diese Mittel in Verdacht, das Wachstum von Neugeborenen zu behindern und das Geburtsgewicht negativ zu beeinflussen. Quelle:deutscher Naturschutzring
Ganz nebenbei sind wir Menschen immun gegen Pflanzenschutzmittel oder beruhigt uns der Begriff "Schutzmittel" anstelle von "Gift"? Nur wer schützt unsere Bienen wirksam in Deutschland?; wenn wir nicht selbst tätig werden?!
Last update: 23:11 12/11 2006
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