Immenhonig, Imkerkarte und Empfehlung für einheimischen Honig.
Genmaisfunde in 5 Bundesländern
Erst jetzt hat das niedersächsische Landwirtschaftsministerium den Fund von gentechnisch verändertem Saatgut vom Februar gemeldet. Diese Meldung veröffentlichte NDR 1 Niedersachsen am heutigen Sonntag dem 06. Juni 2010. Durch diese Verzögerung wurde die Aussaat von nicht genehmigtem Genmais auf 300 - bis zu 2000 Hektar Ackerfläche (die gemeldeten Zahlen schwanken stark) erst möglich.
Den betroffenen Landwirten könnten Schäden im mehreren Millionenbereich entstanden sein. Morgen will das Landwirtschaftsministerium erstmals damit beginnen jene Bauern zu ermitteln, die ohne eigenes Verschulden Genmais ausgesät haben. Die Uhr tickt! Bei dem in dieser Angelegenheit gezeigten Arbeitstempo in den Amtsstuben des Landwirtschaftsministerium könnte die Ernte bereits verzehrt sein bevor alle Landwirte gefunden sind.
N-tv meldet fast zeitgleich, das nicht nur Niedersachsen davon betroffen ist.
Laut Greenpeace wurde das Saatgut in fünf Bundesländern angebaut. Außerdem sollen auch Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Bayern betroffen sein. Die Verunreinigung mit Genmais soll bis zu 0,1 Prozent betragen. Bei Verzehr könnten gesundheitliche Schädigungen nicht ausgeschlossen werden.
Das weltweite Bienensterben beschleunigt sich immer mehr. Seit vielen Jahren haben die Imker darauf hingewiesen das alle bestäubenden Insekten einen intakten Lebensraum brauchen. Die von der Politik bevorzugte industriealisierte Landwirtschaft ist der falsche Weg. Der Weltagrarrat der UNO hat vor 2 Jahren den Ökolandbau empfohlen und eine Umkehr gefordert. Bisher hat sich in Deutschland nichts getan. Im Gegenteil, um regenerative Energien zu erhalten wird immer mehr zum Maisanbau übergegangen. Dadurch wird der Bedarf an Pestiziden und Dünger immer größer. Subventionen die als Steuerung dienen könnten werden nach der Größe der Flächen vergeben und nicht nach der Zahl der Arbeitsplätze in den landwirtschaftlichen Betrieben. Großgrundbesitzer sind bei diesem System klar im Vorteil.
Familienbetriebe gehen zugrunde da Arbeit in Deutschland wegen der Abgabenlast des Staates zu teuer wurde. Wir brauchen eine funktionierende bäuerliche Landwirtschaft um nicht von Konzernen abhängig zu werden und um gesunde Nahrung zu erzeugen. Die Verteilung der Subventionen wie sie heute üblich ist und politisch gewollt, trägt zum Niedergang der Kleinbetriebe bei. Eine gerechte Subventionspolitik die sich an den Arbeitsplätzen pro Betrieb orientiert könnte unterstützend und nicht zerstörerisch wirken.
Aktuelle Aktion von Campact: Gentechnik-Gesetz am 09.Nov. 07 im Bundestag:
Keine Debatte bei Nacht und Nebel! Machen Sie mit!
Mitmachaktion von einfaufsnetz.org!
Aktion zur Unterstützung von EU-Umweltkommissar Dimas, die Zulassung von zwei neuen Gen-Maissorten abzulehnen
www.einkaufsnetz.org
Helfen Sie mit das Imkersterben zu stoppen. Unter dem Button Imkerkarte finden Sie Imker die einheimischen Honig verkaufen.
Ziel und Zweck dieser Seite ist die Information von Verbrauchern über Honig im allgemeinen und über Bezugsquellen von deutschem Honig und den überaus wichtigen Stellenwert von Imkern und ihrer Bienen in Deutschland.
Können Sie sich vorstellen, daß wir in Deutschland, wenn das Imkereisterben weitergeht, unser Obst bald überwiegend im Ausland kaufen müssen? Lieben Sie Feldblumen und mögen Sie Vögel? Die Blumen werden noch seltener und die meisten Vögel im Winter verhungern, wenn Bienen nicht für die Bestäubung der Blüten und damit für die Samenbildung sorgen. Der Preisverfall durch Importhonig oftmals undurchschaubarer Herkunft läßt unsere Imker aufgeben. Nicht genug damit, es werden durch Importhonig auch noch Bienenseuchen wie die Bösartige Faulbrut mitimportiert.
In Deutschland werden gerade mal 20% des Bedarfs von 100.000 Tonnen Honig selbst erzeugt, dies mit fallender Tendenz. Die Fehlmenge wird duch Importe aus Asien und anderen Billigländern ausgeglichen. Unsinnige massenhafte Verwendung von Medikamenten und Spritzmitteln sind dort oft an der Tagesordnung.
Achten Sie darauf, Honig vom Imker direkt oder von ausgewiesenen Honigerzeugergemeinschaften zu kaufen, es nützt Ihnen letztendlich selbst und der Umwelt. Billigimporte machen die Arbeit unserer Imker sinnlos. Die Investitionen übersteigen den Erlös. Niemandem ist zuzumuten, noch Geld mit zur Arbeit zu bringen.
Die Bestäubung durch Bienen können unsere einheimischen Wildbienen und Hummeln nicht ersetzen, sie schaffen es gerade mal, etwa 10% der Blüten zu bestäuben. Obstbauern zum Kauf angebotene Züchtungen von Hummeln als Bienenersatz verändern den Bestand unserer wilden Hummeln. Die Arten werden vermischt und sterben aus.
Andererseits würde eine gesunde Nachfrage nach dem deutschen Honig viele Arbeitsplätze bringen. Die Anzahl der Völker, die ein Imker bewirtschaften kann ist begrenzt. Imker ist ein Lehrberuf und viele junge Menschen fänden eine Existenz. Wenn man nur auf den Preis sieht, zahlt man am Ende drauf!
Helfen Sie uns Imkern eine lebendige und bunte Umwelt zu erhalten. Entscheiden Sie sich beim Kauf für Honig "nur" aus EU-Ländern oder speziell aus Deutschland. Mischhonige mit Anteilen aus NICHT EU-Ländern bestehen überwiegend aus dem Honig anderer Erdteile. Genaue Prozentschlüssel die Klarheit bringen würden gibt es nicht. "Mischung" ist alles was der Verbraucher mitgeteilt bekommt und letztendlich auch verzehrt!